Religionspolitik nicht nur für Christdemokraten auch heute relevant – Meine Morgenandacht zum Thema „Glaube, Liebe, Hoffnung“!

Foto: Zentralrat der Konfessionsfreien e.V.

Mein neues Amt als kirchen- und religionspolitischer Sprecher meiner Fraktion hat mich schon jetzt vor interessante neue Aufgaben gestellt.

Ein Highlight war für mich der Parlamentarische Abend des Zentralrats der Konfessionsfreien unter dem Motto „Säkulare Politik mit Schwarz-Rot“. Hier ging es besonders um die Frage, wie relevant Religionspolitik heute noch ist angesichts der Tatsache, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland inzwischen keiner Religion mehr angehört und die Diskussionen um die Rolle der Kirchen in Politik und Gesellschaft zunehmen.

Für mich als bekennender Katholik genau das richtige Thema!

Der Zentralrat fordert u.a. die Abschaffung der Kirchensteuer und des Kirchenarbeitsrechts, die Auflösung der Deutschen Islamkonferenz, weil der Politische Islam keine Trennung von Religion und Politik kennt, und mehr Schulen ohne Religionsunterricht, die sich stattdessen auf Wertevermittlung allgemein konzentrieren sollen.

Ich habe bei der Diskussion die religions- und kirchenpolitischen Ansichten meiner Fraktion verteidigt und die Fahne unserer christlichen Grundpositionen hochgehalten.

Religionspolitik sichert Religionsfreiheit

Kirchliche Strukturen sind für uns ein Rückgrat zivilgesellschaftlicher Verantwortung. Religionspolitik bleibt für uns auch in der heutigen Zeit relevant, gerade auch deshalb, weil unsere Gesellschaft immer vielfältiger wird und Religionsfreiheit – auch Konfessions- und Weltanschauungsfreiheit – ein grundlegendes Menschenrecht ist, das wir nur mit einer aktiven Religionspolitik gewährleisten können. Auch säkulare Politik bedeutet nichts anderes als die Gleichbehandlung aller Weltanschauungen.

Dass sich die Religionspolitik an aktuelle Herausforderungen anpassen muss, dass wir neue Konzepte und Perspektiven für eine moderne Religionspolitik entwickeln müssen, ist jedoch richtig. Dafür brauchen wir Augenmaß und müssen mit allen Gruppen das Gespräch suchen.

Herzlichen Dank an den Zentralrat der Konfessionsfreien und seinen Vorsitzenden Philipp Möller und an alle Diskussionsteilnehmerinnen und Teilnehmer für den guten Austausch zu diesen Fragen!

Meine Morgenandacht im Andachstsraum des Bundestages zum Thema „Glaube – Liebe – Hoffnung

Religion ist für viele Menschen ein wichtiger Anker, schenkt Gemeinschaft, bietet Halt und Orientierung auch in schwierigen Zeiten – auch für mich.

Deshalb war es für mich eine besondere Ehre, dass Prälat Dr. Karl Jüsten vom Kommissariat der deutschen Bischöfe mich eingeladen hat, am Freitagmorgen die christliche Morgenandacht im Andachtsraum des Deutschen Bundestages zu halten.

Diese habe ich unter das Motto „Glaube, Liebe, Hoffnung“ gestellt, also die theologischen Tugenden, die im Brief des Apostel Paulus an die Korinther genannt werden.

Denn ich glaube ganz fest an die Zukunft unseres Landes und hoffe, dass sich in dieser Welt alles zum Guten fügen wird. Aber ich wünsche mir mehr Empathie und Achtsamkeit im Umgang miteinander.

Andachtsraum des Bundestages, Foto: DBT/Studio Kohlmeier