Auch wenn ich mich als gläubiger Katholik schon sehr gut mit den Strukturen der katholischen Kirche und der katholischen Zivilgesellschaft auskenne: Ich habe mich sehr gefreut, dass ich am Dienstag den Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken Marc Frings endlich persönlich kennengelernt habe.
Umfassender Einsatz für der Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt
Wir sprachen auch darüber, wie wichtig die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals für die Betroffenen und für die Kirche selbst war – und heute noch ist – , welche große Rolle dabei auch der Fonds sexueller Missbrauch im Ergänzenden Hilfesystem spielt, und wie dringend die Aufgabe ist, Kinder und Jugendliche in allen gesellschaftlichen Bereichen und Institutionen besser vor Missbrauch zu schützen.
Insofern sollte, so Marc Frings, auch das im letzten Januar vom Bundestag beschlossene Gesetz zur Stärkung der Strukturen gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen nachgebessert werden. Insbesondere sollte der Fonds sexueller Missbrauch – den alle Betroffenen aus allen Bereichen in Anspruch nehmen können – auch über 2028 auf Dauer strukturell abgesichert und angemessen finanziert werden.

Mit ZdK-Generalsekretär Marc Frings im Bundestag
Mutig: Daoud Nassar und sein christliches Friedensprojekt „Tent of Nations“ in der Westbank
Interessanterweise hat Marc Frings vor seinem ZdK-Engagement einige Jahre für die Konrad-Adenauer-Stiftung in Palästina gearbeitet. Deshalb kannte auch er meinen vorigen Gesprächspartner Daoud Nassar von der Westbank, der auf dem inzwischen von Israel enteigneten Familienwein- und Ölberg nahe Bethlehem das christliche Friedensprojekt „Tent of Nations“ initiiert hat.
Das Projekt versteht sich als ökologischer und pädagogischer Familienbetrieb und hat sich dem Grundsatz des gewaltlosen Widerstandes gegen Willkür, Landenteignung und Übergriffe israelischer Siedler verschrieben hat.
Daoud Nasar nutzt das Land mit Hilfe internationaler Freiwilliger trotz aller Widerstände weiter, setzt sich für die Bildung von Kindern und Jugendlichen vor Ort ein, nachdem die Bewegungs-, Lern- und Arbeitsmöglichkeiten seit dem 7. Oktober durch Israel immer weiter eingeschränkt wurden, und fordert Gerechtigkeit für sich und seine Landsleute im Westjordanland.
Daoud Nassars Prinzipien bei seinem Engagement:
Das verdient meinen großen Respekt!

Mit Daoud Nassar und meinem Kollegen Jonas Geissler