Brücken schlagend: GIZ und Welthungerhilfe verknüpfen erfolgreich humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe in Krisengebieten!

Anregende Diskussionen, zukunftsweisende Projektbeispiele und eine virtuelle Reise ins krisengeschüttelte Mali: Der parlamentarische Abend der GIZ und der Welthungerhilfe – mit Bundestagspräsidentin Bärbel Bas als Schirmfrau – war eindeutig mein Highlight der Woche.

Durch ihre Arbeit beweisen die beiden Organisationen tagtäglich, wie wichtig es für den Erfolg ist, bei der humanitären Hilfe und der Entwicklungshilfe eng zusammenzuarbeiten und mit den lokalen Partnern vor Ort abzustimmen – besonders in fragilen Regionen wie der Sahelzone, wo es allein seit 2020 acht Putsche gab und 55 Millionen Menschen auf der Flucht sind oder vertrieben wurden.

Humanitäre Hilfe und Entwicklungshilf im strategischen Interesse Deutschlands

Auch der GIZ-Vorstandssprecher Thorsten Schäfer-Gümbel und Marlehn Thieme, die Präsidentin der Welthungerhilfe, waren deshalb in ihren Ansprachen sehr besorgt über die geplanten massiven Mittelkürzungen bei der Humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit.

Thorsten Schäfer-Gümbel/GIZ und Marlehn Thieme/Welthungerhilfe bei ihren Ansprachen

Angesichts der zahlreichen Krisen in der Welt trägt es nicht zur Stabilisierung bei, wenn man die Menschen nicht mit dem Nötigsten versorgt. Weltweit leben aktuell 1,9 Milliarden Menschen in fragilen Kontexten – ein Pulverfass.

Flucht, Radikalisierung, Gewaltexzesse: Das zu verhindern, dem Frieden und der Menschlichkeit zum Sieg zu verhelfen, und gleichzeitig auch mit schwierigen Partnerländern zusammenzuarbeiten, um unsere Rohstoffe zu sichern – das liegt auch in unserem ureigensten strategischen Interesse.

Herausforderungen in Mali

Das betonte auch der deutsche Botschafter in Mali, Dr. Dietrich Pohl, der digital zugeschaltet war und die Herausforderungen in seinem Gastland schilderte.

Botschafter Dr. Dietrich Pohl spricht über Mali

Mali befindet sich auch Jahre nach dem Bürgerkrieg in einer schweren Krise, leidet unter großer Armut, wird aktuell noch vom Militär regiert und von islamistischen Terrorgruppen bedroht. Wie geht es weiter nach der UN-Friedensmission MINUSMA, an der auch die Bundeswehr beteiligt war, und die 2023 nach 10 Jahren beendet wurde?

Foto: Kfw

Herzlichen Dank für den Einsatz!

Unter diesen Bedingungen leisten die GIZ und die Welthungerhilfe gerade in Mali großartige Arbeit, um mit ihren Projekten der notleidenden Bevölkerung zu helfen und das Land weiter zu stabilisieren.

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für diesen Einsatz und für den guten Austausch!

Arbeit strategisch neu ausrichten

Damit die GIZ angesichts knapper Kassen auch künftig den Herausforderungen gerecht werden kann, müssen wir natürlich auch darüber reden, wie sie sich strategisch neu ausrichten kann, um trotzdem ihre Schlagkraft zu erhalten. Dazu bleibe ich mit unseren AG-Expert/innen und mit Thorsten Schäfer-Gümbel im Gespräch.

Stolz auf die Brücke zu meinem Wahlkreis!

Dass die GIZ außerdem einer der wichtigsten Arbeitgeber in meinem Wahlkreis ist, und dass die Präsidentin der Welthungerhilfe in Bad Soden wohnt, erfüllt mich auch ein bisschen mit Stolz.

Diskussionsrunde zu den Herausforderungen in fragilen Regionen

Get-together: Gemeinsam mit unserem entwicklungspolitischen Sprecher Volkmar Klein

 

Alle Fotos: GIZ | Thomas Meyer | Ostkreuz