„Bring them home“ – Debatte und Aufruf zur Befreiung der Geiseln ein Jahr nach dem brutalen Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2024!

Zum Jahrestag des bestialischen Überfalls der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 haben wir gemeinsam mit Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, dem israelischen Botschafter Ron Prosor und Geiselangehörigen an die über 1.200 Menschen erinnert, die von der Hamas regelrecht abgeschlachtet wurden.

Wir haben mit Alon Gat gesprochen, der das Massaker überlebt hat – seine Mutter und seine Schwester wurden ermordet.

„Bring them home“

Wir haben gemeinsam zur Befreiung der rund 100 Geiseln aufgerufen, die noch immer in der Gewalt der Hamas sind und weiter jeden Tag Entsetzliches erleiden. Ihre Rückkehr muss Priorität haben.

Alon Gat nach seiner Gedenkansprache im Bundestag, daneben Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und der israelische

Botschafter Ron Prosor

Die Schicksale der Geiseln sind erschütternd

Wir sehen fest an der Seite Israels

Wir haben Israel weiter unsere volle Solidarität beim Kampf gegen die Hamas und ihre Verbündeten im Libanon, im Jemen und im Iran zugesichert – denn sie alle wollen den Staat Israel vernichten. Israel wird weiter täglich mit Raketen beschossen und hat das Recht, sich zu verteidigen.

Mitgefühl mit allen Opfern in Israel und in Gaza

Dass dieser Gedenktag vielerorts auch dazu genutzt wird, um auf die katastrophale Lage der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen aufmerksam zu machen, verstehe ich sehr gut. Mein Mitgefühl gilt allen Opfern der Hamas, den Opfern des 7. Oktober in Israel und den Opfern im Gazastreifen, wo die Hamas die Menschen kaltblütig als Schutzschild benutzt.

Alon Gat hat recht, wenn er sagt: Die Freilassung der Geiseln durch die Hamas wäre der erste Schritt zu einem Waffenstillstand und zum Ende des Leids.

Mehr tun zum Schutz der Zivilbevölkerung in Gaza

Ob Israel genug tut, um bei der berechtigten Selbstverteidigung zivile Opfer zu vermeiden – diese Frage darf und muss gestellt werden. Israel hat auch eine humanitäre Verantwortung.

In der vereinbarten Debatte zum Jahrestag am Donnerstag hat unser Fraktionschef Friedrich Merz deshalb die dringende Bitte an die israelische Regierung gerichtet, mehr zu tun, um die Zivilbevölkerung in Gaza und im Libanon zu schützen.

Foto: Screenshot Parlaments-TV

In seiner Rede hat mir Friedrich Merz insgesamt aus der Seele gesprochen und dabei – ebenso wie die Bundestagspräsidentin zuvor – auch den besseren Schutz der Jüdinnen und Juden in Deutschland angemahnt.

Zunehmender Antisemitismus verabscheuungswürdig

Denn was gänzlich abzulehnen ist, und was ich als verabscheuungswürdig verurteile:

Das sind alle Versuche von radikalen, angeblich propalästinensischen Kräften von rechts oder links, den Gedenktag an den 7. Oktober zu instrumentalisieren und dazu zu benutzen, um Antisemitismus zu schüren und unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger anzugreifen – sogar an unseren Universitäten.

Dieser Judenhass ist in höchstem Maße besorgniserregend und nicht hinnehmbar.

Gegen Antisemitismus an Hochschulen

Auch in unserer Forschungs-AG haben wir das zum Thema gemacht. Wir haben nochmals das Gespräch gesucht mit Noam Petri, Vizepräsident der Jüdischen Studierendenunion, und Dr. Walter Rosenthal, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, und uns aus erster Hand speziell über die Ausmaße des Antisemitismus an unseren Hochschulen informiert. Denn auch dort können sich jüdische Studierende vielerorts leider nicht mehr frei bewegen.

Foto: Screenshot Instagram Katrin Staffler MdB

in unserem Antrag „Nie wieder ist jetzt – Antisemitismus an Schulen, Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen mit aller Kraft bekämpfen“  hatten wir bereits im April sehr konkrete Vorschläge gemacht, wie wir das ändern können.

Vor dem Reichstagsgebäude wehten die Flaggen zum Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel am 7. Oktober und zum Gedenken an die vielen unschuldigen Opfer auf Halbmast.