
Expert/innen bei der Anhörung zum Thema „Vergessene humanitäre Krisen“;
alle Fotos: Screenshots Parlaments-TV
Für alle Welt sichtbar sind die Kriege und Konflikte in der Ukraine, in Gaza und aktuell auch wieder in Syrien. Dorthin fließen auch die meisten Hilfsmittel.
Aber wie ist die humanitäre Lage im Kongo, im Sudan, in der Sahelzone, am Horn von Afrika, in Myanmar, Libyen oder im Jemen? Über diese und andere schwere humanitäre Krisen wird kaum berichtet, sie sind vergessen oder besser gesagt: bewusst verdrängt und finanziell vernachlässigt.
Warum das so ist, welche Folgen das Vergessen für die betroffenen Menschen und Regionen, aber auch für uns in Deutschland und Europa hat, wie wir in diesen Krisen trotz knapper Mittel bedarfsgerecht helfen können: Das war dieses Jahr ein Schwerpunktthema im Menschenrechtsausschuss, und in unserer Sachverständigen-Anhörung am Mittwoch.

Als Berichterstatter für humanitäre Hilfe stellte ich die Fragen an die von unserer Fraktion benannten Sachverständigen Dr. Klose-Zuber und Ralf Südhoff
Welche Folgen hat das Vergessen von Krisen?
Die Lösungsvorschläge der Sachverständigen:
Hilfe strikt nach Bedarf leisten – Politisierung verhindern – humanitäre Diplomatie stärken
Die humanitäre Diplomatie, die zu Recht auch im Fokus der neuen humanitären Strategie des Auswärtigen Amtes steht, ist essentiell, um Leben zu retten – und auch für die Stärkung von Netzwerken und die Verbreiterung der Geberbasis. Dabei hilft auch die Einsetzung von weiteren Sondergesandten, z.B. für Gaza.
Viele Hausaufgaben für das Parlament
Die Forderungen und Warnungen der Sachverständigen haben uns viele Hausaufgaben für die nächste Wahlperiode mit auf den Weg gegeben, und sie werden nicht einfach zu lösen sein.
Außer Frage steht: Wir müssen und wollen die vergessenen Krisen wieder in den Fokus rücken und uns unserer humanitären Verantwortung stellen.
Herzlichen Dank für den wichtigen Input an: