Ich freue mich sehr, dass ich bei der Kickoff-Veranstaltung zur Aufklärungskampagne des Main-Taunus-Kreises über Blutvergiftung in der Varisano-Klinik Bad Soden ein Grußwort sprechen durfte. Leider weiß ich nur zu gut, wie schwer Sepsis zu erkennen ist und wie wichtig ein schnelles Handeln ist, denn ich selbst habe einen guten Freund durch eine zu spät erkannte Sepsis verloren.

Gemeinsam mit dem Projektleiter der Main-Taunus-Modellregion Sepsis, Prof. Michael Booke von der Varisano-Klinik, alle Fotos: Main-Taunus-Kreis
Auch die Geschichten der Betroffenen, die extra zur Veranstaltung angereist waren, haben mich sehr bewegt.
Es kann jeden treffen:
Wichtig zu wissen: Jede Wunde, jede Infektion kann zur Sepsis führen. Knapp ein Drittel der Betroffenen sterben – das sind rund 140.000 Personen pro Jahr – , und drei Viertel der Überlebenden leiden unter Folgeschäden.
Sepsis-Vorreiterregion Main-Taunus-Kreis
Umso wichtiger, dass sich der Main-Taunus-Kreis dieses Themas nun angenommen hat, als Vorreiter-Region den Kampf gegen Sepsis voranbringen und damit auch für andere Regionen ein Beispiel geben wird.
Gemeinsam mit der Initiatorin Marion Pfeiffer, der Varisano-Klinik und der Deutschen Sepsis-Stiftung will der Main-Taunus-Kreis zur Aufklärung bis in die Schulen hinein beitragen, die Früherkennung verbessern und die Sterblichkeitsrate senken. Dazu muss auch das gesundheitliche Fachpersonal noch besser geschult und der Infektionsschutz insgesamt verbessert werden.
Hier gibt’s noch mehr Infos über das Thema Sepsis, u.a. mit Marion Pfeiffer und Prof. Michael Booke.

Auch Bürgermeister Dr. Frank Blasch und unser Ministerpräsident Boris Rhein (digital zugeschaltet) unterstützen die Modellregion.
LAG-Fachforum: Wir brauchen mehr Bildungsangebote für Geringqualifizierte
Spannend war auch meine Podiumsteilnahme beim Fachforum der LAG Hessen in Butzbach, wo es unter dem Motto „Politik trifft Praxis“ um die Frage ging: Wie machen wir gemeinsam Geringqualifizierte fit für den Arbeitsmarkt?
Im Fokus standen bei der Diskussion vor allem Flüchtlinge, die es besonders schwer haben, sich in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren und vielfach auf Bürgergeld angewiesen sind.
Mit dabei waren auch:
Eine gute Basis für unsere Diskussion waren die Vorträge von Heike Solga, FU-Professorin und Abteilungsleiterin beim Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung WZB, und Dr. Phillip Fuchs, Geschäftsführer des Instituts für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik Köln.
Die wichtigsten Anregungen, die ich mitnehme:
Umso unverständlicher und kurzsichtiger sind deshalb die Pläne der Ampel, die Mittel für solche Fördermaßnahmen stark zu reduzieren.

Beim LG-Fachforum gemeinsam mit meinen Podiumskollegen Felix Döring, Stephan Zimmermann, Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn und der Moderatorin Marion Kuchenny (Mitte), Foto: LAG Hessen