Am 24. März nahm ich gemeinsam mit meinem Praktikanten Konstantin Feldbausch am Parlamentarischen Abend des Bundes der Deutschen Landjugend BDL teil. Im Mittelpunkt standen zentrale Zukunftsfragen für den ländlichen Raum – von Resilienz im ländlichen Raum über Jugend- und Demokratieförderung bis hin zum Generationenwechsel in landwirtschaftlichen Betrieben.

Mit meinem Praktikanten Konstantin Feldbusch beim Parlamentarischen Abend der Landjugend, Foto: BDL/Gräschke
Große Herausforderungen im ländlichen Raum
In verschiedenen Austauschrunden diskutierte ich mit Vertreterinnen und Vertretern der Landesverbände sowie Kolleginnen und Kollegen aus dem Deutschen Bundestag über die Herausforderungen, die viele Regionen abseits der Städte besonders betreffen. Dabei wurde deutlich: Der ländliche Raum steht vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen, die politische Antworten erfordern.
Landjugend gegen Rechts
Ein Thema, das in vielen Gesprächen eine große Rolle spielte, war der zunehmende Rechtsextremismus in ländlichen Regionen. Immer wieder wurde darauf hingewiesen, dass fehlende Treffpunkte und Orte des gesellschaftlichen Miteinanders – wie Kirchengemeinden, Dorfstuben oder lokale Bäckereien – den sozialen Zusammenhalt schwächen. Wo Austausch und Gemeinschaft verloren gehen, entstehen Räume, in denen sich Extremismus leichter ausbreiten kann.

Essentiell: Politische Rückendeckung für die Landjugend, Foto: BDL/Gräschke
Aus meiner eigenen Erfahrung als Bürgermeister weiß ich, wie entscheidend eine lebendige Dorf- oder Stadtgemeinschaft ist. Ob in der Freiwilligen Feuerwehr, beim Sport oder im Karnevalsverein: Zivilgesellschaftliches Engagement schafft Begegnung, stärkt Vertrauen und macht Politik nahbar. Es hilft, Vorurteile abzubauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu festigen. Genau darin liegt ein zentraler Schlüssel, um unsere demokratische Mitte zu stärken und zu schützen.
Und genau das haben die anwesenden Jugendlichen erkannt und handeln danach, mit beeindruckendem Engagement. Sie bringen sich in der Landjugend aktiv auf kommunaler, Landes- und Bundesebene ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Stärkung des ländlichen Raumes und der Landwirtschaft. Für diesen Einsatz möchte ich mich ausdrücklich bedanken!
Starke Dörfer – starke Demokratie
Der Abend hat einmal mehr gezeigt: Eine starke Demokratie braucht starke ländliche Räume – und vor allem Menschen, die sich mit Herzblut für ihre Gemeinschaft einsetzen.