Bewegender Staatsakt zum Abschied von Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth!

Eine Frau, die immer offen für Veränderungen und Reformen war, die in verschiedenen Funktionen immer mutig besonders für Frauenrechte, Gleichstellung, eine moderne Familien- und wegweisende Aids-Politik, für die Aussöhnung mit Polen, oder auch für die Verhüllung des Reichstags gestritten hat, die sich so manches Mal damit auch den Unmut ihrer eigenen Partei zugezogen hat, war Rita Süssmuth, die am 1. Februar verstorbene langjährige Bundestagspräsidentin.

 

Sie hat viele Debatten angestoßen und das Parlament als moralische Institution gestärkt.

Der Staatsakt im Bundestag und die Heilige Messe in der Sankt Hedwigs-Kathedrale zuvor, mit denen wir ihre großartige Persönlichkeit gewürdigt haben, waren sehr bewegend und haben nachdenklich gestimmt.

Die Möglichmacherin: „Das wollen wir mal sehen!“

Der Autor und Journalist Dr. Heribert Prantl nannte sie in seiner wunderbaren Gedenkrede die fünfte Mutter des Grundgesetzes – und eine Möglichmacherin.

Unerschrocken kämpfte sie für gesellschaftliche Fortschritte und für die Menschenwürde, war eine Antreiberin für Reformen, wie Bundeskanzler Friedrich Merz sie nannte, blieb dabei immer kritisch und ließ sich nicht beirren.

„Das wollen wir mal sehen!“ hörte man oft von ihr, wenn sie auf Widerstand stieß – das betonte auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner in ihrer Rede.

Sie vertraute der Urteilskraft der Menschen und ihrem Willen zur Solidarität und forderte das auch ein.

Auch ich durfte Rita Süssmuth als JUler einmal persönlich kennenlernen, als sie in Marl Wahlkampfstation machte und sehr engagiert, zugewandt und aufgeschlossen mit uns jungen Leuten diskutiert hat.

Sie wird fehlen!

Sie wird uns fehlen, gerade auch als Vorreiterin für notwendige Veränderungen in unserer Gesellschaft.

Auch zahlreiche frühere Repräsentantinnen und Repräsentanten des Bundestags und der Bundesregierung nahmen am Staatsakt teil.

Die Pianistin Clara Haberkamp und die Sängerinnen Emily Intsiful, Jarita Freydank, King Josephine und Toshín sorgten für die musikalische Untermalung

Fotos: Michael Wittig / CDU/CSU-Bundestagsfraktion