
Foto: Screenshot Anne-Frank-Zentrum Berlin
Tagebuch der Jüdin Anne Frank, die Anfang 1945 nach Jahren in einem Versteck im Alter von 16 Jahren im KZ Bergen-Belsen ermordet wurde, ist heute allen ein Begriff.
Um an ihr Schicksal zu erinnern, findet rund um ihren Geburtstag am 12. Juni zum zehnten Mal der bundesweite Anne-Frank-Tag statt – ein vom Bund geförderter Aktionstag gegen Antisemitismus und Rassismus.
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!
Schulen, die bei dem Aktionstag mitmachen wollen, können sich bis zum 28. Februar über dieses Online-Formular anmelden und erhalten dann kostenlose Lernmaterialien des Anne-Frank-Zentrums Berlin für die Durchführung – darunter eine Plakatausstellung, bei Interesse auch mit inklusiven Videos, Audios und Handouts, und die Anne Frank Zeitung.
Bitte beeilen, denn die Teilnahmemöglichkeiten sind leider begrenzt – die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.
Motto „Geschichte erzählen“
Welche Themen dieses Jahr im Fokus stehen, hat mir übrigens Veronika Nahm, Direktorin des Anne-Frank-Zentrums – die ich zur Holocaust-Gedenkstunde des Bundestages eingeladen hatte – persönlich erklärt und für die Teilnahme geworben.
In diesem Jahr steht der Anne Frank Tag unter dem Motto „Geschichte erzählen“. Dabei geht es auch
darum, welche Geschichten erzählt werden. So erinnert der Aktionstag 2026 auch an weniger bekannte Opfer der NS-Verfolgung wie Anne Franks große Schwester Margot Frank (1926-1945) und ermordete Angehörige der Sinti und Roma. Außerdem geht es um das Thema Krieg und dessen Folgen für Kinder und Jugendliche.
Die Jugendlichen sollen für den Anne-Frank-Tag eigene Formen der Erinnerung an die Geschichte entwickeln, die Auswirkungen der Vergangenheit auf die Gegenwart erforschen, persönliche Geschichten zum Thema recherchieren und über die Bedeutung von Erinnerung, demokratischen Werten und Menschenrechten diskutieren.

Mit Direktorin Veronika Nahm/Anne-Frank-Zentrum
Wer sich noch weiter für demokratische Werte engagieren möchte, kann auch an Seminaren für jugendliche Anne-Frank-Botschafter und -Botschafterinnen oder an dem Programm „Meet a Jew“ des Anne-Frank-Zentrums teilnehmen.