Mein Appell an unsere israelischen Freunde: Schnelle, umfassende Hilfe für verhungernde Menschen in Gaza ein Muss!

Weil die humanitäre Lage der Menschen in Gaza so dramatisch ist, haben wir uns in einer Aktuellen Stunde im Bundestag damit befasst. Als menschenrechtspolitischer Sprecher meiner Fraktion habe ich in meiner Rede an unsere israelischen Freunde appelliert, der Bevölkerung humanitäre Hilfe unverzüglich in ausreichendem Maße zur Verfügung zu stellen.

Die Sicherheit Israels ist und bleibt Teil deutscher Staatsräson. Aber Kritik unter Freunden muss erlaubt sein. Humanitäre Hilfe in Gaza muss oberste Priorität haben.

In Gaza fehlt es an allem – an Nahrung, an Wasser, an Gesundheitsversorgung, an Notunterkünften. Das Leid ist unendlich groß. Die vier Verteilungszentren der Gaza Humanitarian Foundation sind dem Ansturm der hungernden Menschen nicht gewachsen. Davon zeugen die zahlreichen Toten und Verletzten in der Nähe eines dieser Zentren.

Völkerrechtliche Verpflichtung Israels

Israel muss seiner völkerrechtlichen Verpflichtung nachkommen, die Menschen mit ausreichend Nahrung nach humanitären Prinzipien zu versorgen – auch und gerade im eigenen Interesse.

Dank an die Bundesregierung

Ausdrücklichen Dank besonders an Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesaußenminister Dr. Johann Wadephul dafür, dass sie immer wieder mit der israelischen Regierung sprechen und unsere Erwartung adressieren, dass ausreichende humanitäre Hilfe in Gaza geleistet wird. Ich bin überzeugt, dass es auch ihrem Einfluss zu verdanken ist, dass die israelische Regierung humanitäre Hilfe in Gaza wieder zugelassen hat.

Diese Hilfe muss jetzt dringend weiter verstärkt werden. Gleichzeitig appelliere ich an die Hamas, die restlichen israelischen Geiseln sofort freizulassen und die Waffen niederzulegen.

Das haben auch meine Fraktionskollegen Armin Laschet und Dr. Jonas Geissler in ihren Reden am Donnerstag und in einer weiteren Debatte zu Gaza am Freitag betont.

Foto: Screenshot ParlamentsTV